Restaurierung der Martinskirche geht weiter

Auch im Jahr 2008 wurde die Maßnahme in der Martinskirche  weitergeführt. Diesmal nicht nur durch das Jobcenter, sondern auch durch das Landesverwaltungsamt (ESF) gefördert. Ab jetzt waren nicht mehr nur Jugendliche unter 25 Jahren beschäftigt, sondern Teilnehmer aller Altersgruppen. Die Idee dabei war, dass die älteren Teilnehmer die jüngeren motivieren und Erfahrungen weitergeben.

Die Arbeiten in der Toilettenanlage wurden weitergeführt. Wände und Decken wurden von alter Farbe befreit, Unebenheiten an Wänden und Decken ausgeglichen und es erfolgte der Neuanstrich. An der Einfassungsmauer wurde mit dem Neuaufbau begonnen.

Im Kellergeschoss wurde der Fußboden fertiggestellt. Die Außenanlage wurde neu gestaltet. Das Außenmauerwerk wurde gereinigt und neu verfugt.

Im Kirchenschiff erfolgte eine Befundung durch Fachkräfte, die die Farbgestaltung der Kirche durch die Jahre hinweg aufnahmen. Im Anschluss konnte die Kuppel gewaschen, grundiert und gestrichen werden.

Netzwerkprojekt und Jugendmaßnahme „Martinskirche“

Die Jugendmaßnahme „Martinskirche“ begann als Netzwerkprojekt am 01.11.2006 und war zunächst bis 31.10.2008 geplant. Neun Träger schlossen sich in einem Verbund zusammen. Wobei die BVIK gGmbH Hauptträger dieses Projektes war (Koordinierungs- und Abrechnungsstelle).

Die KöBeG kümmerte sich um die Technische Projektleitung, d.h. um die auszuführenden Tätigkeiten und stellten entsprechende Fachkräfte zur Verfügung (Metall- und Holzbearbeitung, Farb- und Raumgestaltung). Abgesehen von den Trägern wurde das Projekt noch von verschiedenen Instanzen der Stadt Köthen, der Hochschule Anhalt, dem Landrat und fachlich durch das Landesamt für Denkmalpflege unterstützt.

Ortsansässige Firmen waren für die Ausführung von Facharbeiten zuständig. Die Kirche stand lange Zeit leer und sollte nun nach einem Nutzungskonzept der Hochschule umgestaltet werden.

In den zwei Monaten des Jahres 2006 hatten wir als ausführender Träger noch nicht viel zu tun. Die Jugendlichen durchliefen zunächst ein Grundprofiling bei den anderen Trägern.

Im Dezember erfolgte eine Rundfahrt, bei welcher die Teilnehmer ihre zukünftigen Einsatzstellen und Ansprechpartner
kennenlernen konnten.

Instandsetzung der Kirche Görzig  

Im Dezember 2005 unterstützten wir die Evangelische Kirchengemeinde Görzig bei den Aufräumungs- und Instandsetzungsarbeiten
des Kirchengebäudes. Ziel war es, das denkmalgeschützte Gebäude für geistliche und kulturelle Veranstaltungen so herzurichten, dass das gesamte Dorf seine Kirche wieder nutzen konnte.

In den ersten Wochen wurde das Kirchenschiff von Unrat und Müll befreit und mit der Durchführung der Säuberung im gesamten Kircheninnern begonnen. Anschließend wurde das Kirchengestühl ausgebaut und eingelagert. Neu gestrichene Wände wurden abgedeckt und die Arbeiten an der Empore begannen. Es wurden alte Farbreste beseitigt und der Untergrund abgeschliffen. Schadhafte Stellen wurden ausgetauscht und Unebenheiten ausgespachtelt. Nun konnte eine Malerfirma mit der Farbgebung des Innenbereichs beginnen. Der Fußboden wurde nach Beratungen mit der Denkmalbehörde von einer Tischlerfachfirma begradigt. Die Beschichtung erfolgte durch die Teilnehmer.

Ab Dezember 2005 wurden die ausgelagerten Bänke wieder in den Kirchenraum gebracht und einzeln ausgerichtet. Dabei wurde festgestellt, dass kleine Holzreparaturen nötig waren. Diese wurden dann von den Teilnehmern ausgeführt. Durch eine Maßnahmeerweiterung war es möglich, auch das gesamte Umfeld der Kirche zu sanieren.

Mit dem Ergebnis der Maßnahme waren alle Beteiligten, der Pfarrer, die gesamte Gemeinde, die Denkmalbehörde und die Teilnehmer sehr zufrieden. Es wurde möglich, dass die Gemeinde am 24.12.2005 zum ersten Mal wieder eine Christmesse in dieser Kirche halten konnte.