Herstellung der Freifläche zur Kirche Baasdorf

Mit dem Projekt Martinskirche konnten wir umfängliche Erfahrungen sammeln und nun in einem eigenen Projekt in der historischen Kirche Baasdorf umsetzen. Begonnen haben wir das Projekt am 01.04.2013 mit 25 Teilnehmern. Hauptziel des Projektes ist die Wiederherstellung der Nutzungsfähigkeit der Kirche und das Einbringen einer Winterkirche.

Die Freifläche vor der Kirche soll zukünftig für Feste genutzt werden können. Die Fläche hinter der Kirche soll zum stillen Verweilen einladen, denn dort befinden sich noch viele gut erhaltene Grabsteine.

Die stark beschädigten Kirchenfenster müssen erneuert werden. Auch die Wände sind in keinem guten Zustand, müssen von losem Putz befreit werden, neu verputzt, grundiert und neu gestrichen werden. Auch das Außengelände braucht viel Aufmerksamkeit und bietet eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten.

Als erstes galt es, das Gelände von wild wucherndem Gestrüpp zu befreien und dabei alte Gräber frei zu legen. Bäume die drohten umzustürzen wurden fachgerecht gefällt, zerkleinert und entsorgt. Letztlich erfolgte noch das Entfernen der Wurzeln.

Die Kirche soll als offene Kirche an das Radwegenetz angeschlossen werden.

Ministerpräsident Haselhof lobt Restaurierung der Martinskirche

Zwischenzeitlich waren die Arbeiten im Trägerverbund in der Martinskirche Köthen beendet und die finalen Arbeiten in der Martinskirche wurden durch den Hauptträger BVIK gGmbH abgeschlossen. Nicht jedoch ohne letzte Hilfeleistungen der KöBeG. Es wurden die Metallzaunfelder für die Einfriedungsmauer nach historischen Vorgaben hergestellt und eingebaut.

Am 14.11.2012 besuchte der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haselhof, erneut die Martinskiche, um sie nun vollendet zu sehen. Er bezeichnete diese Maßnahme als eine der bedeutenden und nachhaltigsten und somit nachahmenswerten Maßnahme des zweiten Arbeitsmarktes in Sachsen-Anhalt.

Arbeitsminister Bischoff besichtigt fertiggestellte Martinskirche

Im Jahr 2011 wurden die wesentlichen Bauleistungen beendet. Mit der Fertigstellung der Bleiglasfenster, der Einfriedungsmauer und dem Verfugen der Außenwände wurden bestimmte Gestaltungsleistungen fertiggestellt. Im Außenbereich wurden die Arbeiten an den Grünflächen abgeschlossen. Die Teilnehmer hoben Pflanzlöcher aus, damit eine Fremdfirma Bäume pflanzen konnte.

Das Anbringen von Verankerungen (Pfähle) um die Bäume anfänglich zu schützen, oblag dann wieder den Teilnehmern. Am 17.11.2011 besuchte Norbert Bischoff, Minister für Arbeit und Soziales in Sachsen-Anhalt das Mitglied des Landtages, Ronald Mormann, die Martinskirche um sich von den Ergebnissen des erfolgreichen Projektes zu überzeugen.

Fertigstellung der Martinskirche naht

In der bisher einzigartigen Netzwerkmaßnahme in der Martinskirche  näherten wir uns immer mehr dem Fertigstellungsziel.

Der Aufgang zum Kirchturm wurde mit Rigips ausgebaut und gestrichen. Die Treppengeländer im Gebäude bekamen neue Anstriche. Der Altar wurde in einen Rohbauzustand versetzt im Anschluss mit Stuck wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen. Im Außenbereich wurde Rasen angesät

Die erste Etage des Pfarrhauses wurde fertiggestellt, d. h. die Wände wurden farbig, die Decken weiß gestrichen. Es wurde Fußboden verlegt, so dass man die Räume nutzen konnte. An der Brüstung der Empore wurde ein Überfallschutz angebracht und gestrichen.

Neues von der Martinskirche

Auch 2009 wurden die Leistungen in der Martinskirche weitergeführt. Mit sichtbarem Erfolg in der Arbeit, stieg auch die Motivation der Teilnehmer und man kam immer besser voran. Schwerpunkt bildeten die Arbeiten im Dachgeschoss. Eine Fremdfirma erstellte ein Gerüst im Kirchenschiff. Die bleiverglasten Fenster wurden unter fachmännischer Anleitung vorsichtig auseinander gebaut und mit der Erneuerung begonnen. Diese Leistungen stellen in ihrer Besonderheit und in ihrer Ausführung und Qualität einen Glanzpunkt der erbrachten Leistung dar.

Türen  erstrahlten in neuem Glanz

Die Wandflächen im Keller wurden neu verputzt. Der Wegebau im Außenbereich schritt voran und die Arbeiten an der Fassade wurden weitergeführt. Die Türen im Pfarrhaus wurden repariert und erstrahlten in neuem Glanz. Die Außenpfeiler der Einfriedungsmauer wurden mit den alten Steinen wiederhergestellt.

Die Fertigstellung der Kellerräume erfolgte im Juli 2009 und konnten von da an als Internationaler Studentenclub genutzt werden.

Restaurierung der Martinskirche geht weiter

Auch im Jahr 2008 wurde die Maßnahme in der Martinskirche  weitergeführt. Diesmal nicht nur durch das Jobcenter, sondern auch durch das Landesverwaltungsamt (ESF) gefördert. Ab jetzt waren nicht mehr nur Jugendliche unter 25 Jahren beschäftigt, sondern Teilnehmer aller Altersgruppen. Die Idee dabei war, dass die älteren Teilnehmer die jüngeren motivieren und Erfahrungen weitergeben.

Die Arbeiten in der Toilettenanlage wurden weitergeführt. Wände und Decken wurden von alter Farbe befreit, Unebenheiten an Wänden und Decken ausgeglichen und es erfolgte der Neuanstrich. An der Einfassungsmauer wurde mit dem Neuaufbau begonnen.

Im Kellergeschoss wurde der Fußboden fertiggestellt. Die Außenanlage wurde neu gestaltet. Das Außenmauerwerk wurde gereinigt und neu verfugt.

Im Kirchenschiff erfolgte eine Befundung durch Fachkräfte, die die Farbgestaltung der Kirche durch die Jahre hinweg aufnahmen. Im Anschluss konnte die Kuppel gewaschen, grundiert und gestrichen werden.

Minister besucht Jugendmaßnahme „Martinskirche“

Das im Jahr 2006 begonnene Jugendprojekt „Martinskirche “ wurde im Trägerverbund unter Leitung der BVIK gGmbH weitergeführt.

Zu Beginn wurde die Kirche zunächst vermessen und der Ausgangszustand dokumentiert. Basierend auf den Bestandsaufnahmen erfolgten Abstimmungen mit Fachämtern der Stadt Köthen und der Denkmalpflege. Danach wurden Arbeitsabläufe festgelegt und ein langfristiger Ablaufplan als Arbeitsgrundlage erarbeitet.

Die erste Aufgabe für die Teilnehmer bestand darin, die Kirche komplett zu entrümpeln. Im Außenbereich wurde begonnen, die Grundstückseinfassung freizulegen und Teile der Mauer abzubauen und die Steine für eine spätere Nutzung zu säubern. Nach dem Entrümpeln wurde begonnen, die Farbe von den Fenstern und Türen sowie die Tapeten an Wänden und Decken zu entfernen.

Herrichtung zum Tag des offenen Denkmals

Im Kellergeschoß wurde eine alte Forsterheizungsanlage mitsamt den alten Rohrleitungen entfernt. Im Flur wurden Musterflächen für die neue Farbgestaltung hergestellt. Die Rollläden und Fenster wurden saniert. Das gesamte Kellergeschoss wurde um 60 cm tiefergelegt, um eine spätere Nutzung zu ermöglichen. Zum Tag des offenen Denkmals am 9.9.2007 wurden zwei Räume im Erdgeschoss und ein Treppenaufgang hergerichtet um eine vage Vorstellung für die zukünftige Gestaltung geben zu können.

Teilnehmer stellten Reiner Haseloff ihre Ergebnisse vor

Dieses besondere Projekt erweckte auch in der Politik Interesse und so kam es, dass am 20.12.2007 Dr. Reiner Haseloff, damals noch Minister für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt, die Martinskirche besuchte.

Seitens der Teilnehmer und der Träger wurden die ersten Ergebnisse dargestellt. Mit dem Minister wurde über die Weiterführung und Weiterfinanzierung der Maßnahme gesprochen. Ein späterer Finanzierungsbescheid zur Unterstützung der Maßnahme ermöglichte die erfolgreiche Fertigstellung des Projektes.

Netzwerkprojekt und Jugendmaßnahme „Martinskirche“

Die Jugendmaßnahme „Martinskirche“ begann als Netzwerkprojekt am 01.11.2006 und war zunächst bis 31.10.2008 geplant. Neun Träger schlossen sich in einem Verbund zusammen. Wobei die BVIK gGmbH Hauptträger dieses Projektes war (Koordinierungs- und Abrechnungsstelle).

Die KöBeG kümmerte sich um die Technische Projektleitung, d.h. um die auszuführenden Tätigkeiten und stellten entsprechende Fachkräfte zur Verfügung (Metall- und Holzbearbeitung, Farb- und Raumgestaltung). Abgesehen von den Trägern wurde das Projekt noch von verschiedenen Instanzen der Stadt Köthen, der Hochschule Anhalt, dem Landrat und fachlich durch das Landesamt für Denkmalpflege unterstützt.

Ortsansässige Firmen waren für die Ausführung von Facharbeiten zuständig. Die Kirche stand lange Zeit leer und sollte nun nach einem Nutzungskonzept der Hochschule umgestaltet werden.

In den zwei Monaten des Jahres 2006 hatten wir als ausführender Träger noch nicht viel zu tun. Die Jugendlichen durchliefen zunächst ein Grundprofiling bei den anderen Trägern.

Im Dezember erfolgte eine Rundfahrt, bei welcher die Teilnehmer ihre zukünftigen Einsatzstellen und Ansprechpartner
kennenlernen konnten.