Restaurierung der Martinskirche geht weiter

Auch im Jahr 2008 wurde die Maßnahme in der Martinskirche  weitergeführt. Diesmal nicht nur durch das Jobcenter, sondern auch durch das Landesverwaltungsamt (ESF) gefördert. Ab jetzt waren nicht mehr nur Jugendliche unter 25 Jahren beschäftigt, sondern Teilnehmer aller Altersgruppen. Die Idee dabei war, dass die älteren Teilnehmer die jüngeren motivieren und Erfahrungen weitergeben.

Die Arbeiten in der Toilettenanlage wurden weitergeführt. Wände und Decken wurden von alter Farbe befreit, Unebenheiten an Wänden und Decken ausgeglichen und es erfolgte der Neuanstrich. An der Einfassungsmauer wurde mit dem Neuaufbau begonnen.

Im Kellergeschoss wurde der Fußboden fertiggestellt. Die Außenanlage wurde neu gestaltet. Das Außenmauerwerk wurde gereinigt und neu verfugt.

Im Kirchenschiff erfolgte eine Befundung durch Fachkräfte, die die Farbgestaltung der Kirche durch die Jahre hinweg aufnahmen. Im Anschluss konnte die Kuppel gewaschen, grundiert und gestrichen werden.

Minister besucht Jugendmaßnahme „Martinskirche“

Das im Jahr 2006 begonnene Jugendprojekt „Martinskirche “ wurde im Trägerverbund unter Leitung der BVIK gGmbH weitergeführt.

Zu Beginn wurde die Kirche zunächst vermessen und der Ausgangszustand dokumentiert. Basierend auf den Bestandsaufnahmen erfolgten Abstimmungen mit Fachämtern der Stadt Köthen und der Denkmalpflege. Danach wurden Arbeitsabläufe festgelegt und ein langfristiger Ablaufplan als Arbeitsgrundlage erarbeitet.

Die erste Aufgabe für die Teilnehmer bestand darin, die Kirche komplett zu entrümpeln. Im Außenbereich wurde begonnen, die Grundstückseinfassung freizulegen und Teile der Mauer abzubauen und die Steine für eine spätere Nutzung zu säubern. Nach dem Entrümpeln wurde begonnen, die Farbe von den Fenstern und Türen sowie die Tapeten an Wänden und Decken zu entfernen.

Herrichtung zum Tag des offenen Denkmals

Im Kellergeschoß wurde eine alte Forsterheizungsanlage mitsamt den alten Rohrleitungen entfernt. Im Flur wurden Musterflächen für die neue Farbgestaltung hergestellt. Die Rollläden und Fenster wurden saniert. Das gesamte Kellergeschoss wurde um 60 cm tiefergelegt, um eine spätere Nutzung zu ermöglichen. Zum Tag des offenen Denkmals am 9.9.2007 wurden zwei Räume im Erdgeschoss und ein Treppenaufgang hergerichtet um eine vage Vorstellung für die zukünftige Gestaltung geben zu können.

Teilnehmer stellten Reiner Haseloff ihre Ergebnisse vor

Dieses besondere Projekt erweckte auch in der Politik Interesse und so kam es, dass am 20.12.2007 Dr. Reiner Haseloff, damals noch Minister für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt, die Martinskirche besuchte.

Seitens der Teilnehmer und der Träger wurden die ersten Ergebnisse dargestellt. Mit dem Minister wurde über die Weiterführung und Weiterfinanzierung der Maßnahme gesprochen. Ein späterer Finanzierungsbescheid zur Unterstützung der Maßnahme ermöglichte die erfolgreiche Fertigstellung des Projektes.

Kirche in Weißandt-Gölzau verschönert

Auch im Jahr 2007 waren wir mit Verschönerungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an Kirchengebäuden betraut, diesmal in der Kirche in Weißandt-Gölzau. Das Kirchengrundstück wurde beräumt. Durch Mitglieder der Kirchengemeinde wurden wild wachsende Bäume gefällt und durch die Teilnehmer zu Brennholz verarbeitet. Für die Wiederherstellung der Zaunfelder durchliefen die Teilnehmer zunächst eine Qualifizierung im Bereich Metall und montierten später die fertigen Zuschnitte.

Reinigungs- und Säuberungsarbeiten auf den Grundstücken

Weiterhin wurde der Pfarrgarten von Laub befreit, die Rasenflächen gemäht, auf dem vorhandenen Weg Unkraut beseitigt, Hecken geschnitten und das Schnittgut entsorgt. Ferner wurden Unebenheiten durch das Einbringen von Mutterboden ausgeglichen und Höhepunkte des Kirchenlebens durch Reinigungs- und Säuberungsarbeiten auf den Grundstücken vorbereitet. Insgesamt präsentiert sich das Kirchgrundstück nach Abschluss der Maßnahme in einem neu gestalteten Zustand.

Netzwerkprojekt und Jugendmaßnahme „Martinskirche“

Die Jugendmaßnahme „Martinskirche“ begann als Netzwerkprojekt am 01.11.2006 und war zunächst bis 31.10.2008 geplant. Neun Träger schlossen sich in einem Verbund zusammen. Wobei die BVIK gGmbH Hauptträger dieses Projektes war (Koordinierungs- und Abrechnungsstelle).

Die KöBeG kümmerte sich um die Technische Projektleitung, d.h. um die auszuführenden Tätigkeiten und stellten entsprechende Fachkräfte zur Verfügung (Metall- und Holzbearbeitung, Farb- und Raumgestaltung). Abgesehen von den Trägern wurde das Projekt noch von verschiedenen Instanzen der Stadt Köthen, der Hochschule Anhalt, dem Landrat und fachlich durch das Landesamt für Denkmalpflege unterstützt.

Ortsansässige Firmen waren für die Ausführung von Facharbeiten zuständig. Die Kirche stand lange Zeit leer und sollte nun nach einem Nutzungskonzept der Hochschule umgestaltet werden.

In den zwei Monaten des Jahres 2006 hatten wir als ausführender Träger noch nicht viel zu tun. Die Jugendlichen durchliefen zunächst ein Grundprofiling bei den anderen Trägern.

Im Dezember erfolgte eine Rundfahrt, bei welcher die Teilnehmer ihre zukünftigen Einsatzstellen und Ansprechpartner
kennenlernen konnten.

Aufarbeitung musealer Gegenstände

Ab dem 1.2.2006 begannen wir in der Holz- und Metallwerkstatt mit 6 Teilnehmern mit der Aufarbeitung musealer Gegenstände, welche uns von verschiedenen Einrichtungen zur Verfügung gestellt wurden.

Nebeneffekt der Erneuerung war, dass die Teilnehmer dieser Maßnahme ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten im Bereich Holzbearbeitung und Metallbearbeitung ausbauen konnten.

Besonders hervorheben möchten wir die Erneuerung des Schlittens, welcher vom Köthener Weihnachtmann genutzt wird. Der Schlitten war doch schon sehr marode, so dass eine Runderneuerung mehr als notwendig war.

Nach Fertigstellung des Schlittens, in der Anschlussmaßnahme vom 01.08.2006 – 31.03.2007 ebenfalls mit 6 Teilnehmern, wurde dieser an den Weihnachtsmann und sein Rentier übergeben.

Weiterhin wurden eine Feuerwehrleiter, einen Häcksler und diverse andere Gegenstände in unseren Werkstätten sorgfältig in einen vorzeigbaren Zustand versetzt.